Nun ist es getan und ich habe die OP am 14.10. hinter mir gebracht.

Es wird hier keinen großartigen Bericht geben, wie da alles vor Ort gelaufen ist, denn das ist relativ uninteressant für Außenstehende und hat den ganz normalen Verlauf von OPs. Wichtig ist, dass bei meiner OP alles gut gegangen ist und ich den zweiten Tag danach schon wieder nach Hause fahren konnte. (Ja, Schmerzen hatte und habe ich teilweise immer noch, aber das ist ja ganz normal und geht auch schnell weg. Das hat sich die letzten beiden Tage schon stark verringert.)

Jetzt geht es daran, die Ernährung langsam aber sicher wieder auf ein normales Level zu bringen und den (jetzt stark verkleinerten) Magen daran zu gewöhnen. Es beginnt, wie es vor der OP aufgehört hat, mit Eiweißshakes und Alternativmahlzeiten in Form von Naturjoghurts gemischt mit Proteinpulver. Etwa 1,5 Wochen sollte man das durchhalten und auch immer zusehen, dass man seinen Flüssigkeitshaushalt auf 1.5l pro Tag eingependelt bekommt. Dann darf man schon "breiige" Nahrung zu sich nehmen. Im Prinzip ist das Gemüse, weich gekocht und püriert, um den Magen wieder an normale Nahrung zu gewöhnen. Nach etwa 4 Wochen ist es dann langsam möglich, festere Nahrung zu Essen, die aber sehr gut gekaut sein muss, damit der Magen nicht so viel zu tun hat mit großen Stücken. Das kann nämlich ziemlich ungünstig sein und zu Beschwerden führen.

Eine wichtige Lernsache wird für mich auch sein, dass Essen und Trinken voneinander strikt getrennt werden muss. Denn hat man feste Nahrung zu sich genommen und will sie herunterspülen, führt das im schlimmsten Fall zu dem bekannten Dumping-Syndrom, welches sehr unangenehm sein kann. Ich habe mittlerweile auch gelernt auf den Magen zu hören und verstehe die Signale recht gut. Wenn langsam das Volumen erreicht ist, gibt es einen drückenden Schmerz (später wird's nur drücken, ist halt kurz nach der OP noch) und dann muss ich sofort aufhören. Damit fahre ich sehr gut. Ein Joghurt dauert dann schon mal ein paar Stunden, bis er leer ist, aber das ist ja auch im großen und ganzen der Sinn am Ende: Nicht mehr so viel wie früher reinschieben und dabei zuviele Kohlenhydrate aufnehmen.

Nun bin ich aber erstmal zu Hause und freue mich darauf, wie die Kilos in nächster Zeit purzeln werden.

Ein kleiner Zwischenstand des Gewichts vom heutigen morgen: 132kg (BMI 39.9). Der Wahnsinn und es wird noch weitergehen.

Im nächsten Wochenupdate geht's dann weiter.

Gruß, Christian

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Zurück aus dem Krankenhaus